OTTO DRESSLER - VERFREMDER - MÜNCHEN
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Otto Dressler  -  Atelier

Otto Dressler (1. Nov. 1930 - 11. Jul. 2006)
 
verläßt mit seinen Ausstellungen und Kunstaktionen oft den musealen Bereich und sucht die Begegnung mit Menschen an Orten, die dem kritischen Dialog entgegen kommen: Rathäuser, Universitäten, Kunstvereine, Messen, Bürgerfestivals, Flughäfen u.v.a. So erleben die Passanten seine Kunstaktion gegen Nationalismus, Gewalt und Krieg in einem Kaufhausschaufenster am Berliner Kurfürstendamm. Mitten in der belebten U-Bahn-Station am Wiener Karlsplatz findet die Kunstaktion "Im Namen des Volkes" statt, erweitert mit seiner Ausstellung im Künstlerhaus.
Mit seiner (ersten deutschen) Einzelausstellung 1983 in Moskau stellte Otto Dressler auch erstmals die Kunstform "Aktion" in der damaligen UdSSR vor. Ebenso 1988 in Sofia und Kairo.
 
Otto Dressler sucht mit seinen künstlerischen Aktivitäten und Themen bewußt die Auseinandersetzung um eine veränderbare Welt.
Er fing als Steinbildhauer an, baute 43 Kriegerdenkmale als Mahnung gegen gewaltsames Töten, erfand die neue Kunstaktions-Verfremdung, um Kunst wirkungsvoller und hautnah verständlich zu machen.
Seine Aktions-und Objektmotive entnimmt er dem alltäglichen Lebensbereich. Mit seinen Verfremdungen erreicht er eine kritische Analyse der Zeit, in der wir alle leben müssen.