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Kunst des Sterbens - Todesbilder im Film
19. April bis 13. Juli 2008
Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
 

Die Sonderausstellung Die Kunst des Sterbens - Todesbilder im Film zeigt die vielfältigen und interessanten Zusammenhänge zwischen dem Medium Film und der Vergänglichkeit: Von technischen Parallelen der ersten Filmkamera zur Waffentechnik bis hin zu Ähnlichkeiten in der Motivik zu klassischen Künsten wie Literatur und Malerei.

Frühe Phasenkameras verwendeten rotierende Bildscheiben zur Herstellung
von Fotoserien, Ähnlich der Trommel eines Revolvers. Im Zweiten Weltkrieg wurden Filmkameras umfunktioniert, mit denen Bomberpiloten das Zielschießen üben konnten. In der Ausstellung sind Kameras dieser Art aus dem Bestand des Deutschen Museums München zu sehen, ebenso wie sog. Gewehrkameras.

Daß das "Schießen" von Fotos (und Filmen) etwas Kriegerisches an sich hat, wird häufig im Film selbst thematisiert, etwa in "Blow up" oder "Peeping Tom - Augen der Angst". Die Ausstellung geht anhand von Fotos, Filmausschnitten und Dokumenten auf diesen Aspekt ein.

Aber auch das Filmmaterial selbst ist vom Tode bedroht, durch Zersetzung oder Verlust der Farben. Als Großprojektion ist in der Ausstellung Bill Morrisons Film "Decasia" zu sehen, der nur aus sich auflösenden Szenen aus alten Filmen zusammengesetzt ist: Ein poetisches Meisterwerk über den Zerfall von Zelluloid.

Die Todesdarstellung im Film lehnt sich oft an bekannte Motive aus
anderen Künsten an: Malerei und Literatur, aber auch Fotografie. Die
Ausstellung zeigt diese Zusammenhänge anhand von Szenen aus Totentänzen und der Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts, die Filmbildern gegenübergestellt werden. Regisseure wie Ingmar Bergman oder Jim Jarmusch greifen, neben anderen Regisseuren, gerne auf solche Analogien zurück. Originalzeichnungen zu Totentänzen aus der Sammlung der Universität Düsseldorf werden ausgestellt, dazu Beispiele aus der Malerei aus dem Bestand des Sepulkralmuseums Kassel.

Dass zwischen Phantastik der Literatur und des Films ein enger Zusammenhang besteht, wird an der Arbeit des Düsseldorfer Schriftstellers und Drehbuchautors Hanns Heinz Ewers deutlich, der die Story zum Stummfilmklassiker "Der Student von Prag" (1913) verfasste und Co-Regie führte. Das Originaldrehbuch zum ersten deutschen Kunstfilm , der von einer bizarren, tödlich endenden Beziehung eines Studenten zu seinem Doppelgänger handelt, ist in der Ausstellung ebenso zu sehen wie Dokumente aus dem Nachlass Ewers, der im hiesigen Heine-Institut aufbewahrt wird.

Ein kurzer Exkurs in vorfilmische Medien gibt Einblick in die tiefe Sehnsucht des Menschen, den Tod in Bilder zu bannen, um die Furcht vor ihm zu verlieren. Einflüsse dieser Medien auf den Film werden ebenso deutlich wie die Lust des Menschen nach Sensationalistischem. In Die Kunst des Sterbens werden Beispiele von Laterna Magica-Bildern projiziert, ebenso Anamorphoten mit Todesmotivik. Daneben ist aus dem Bestand des Spielemuseums in Chemnitz ein Automat namens "The English Execution" aus den 1920er Jahren zu sehen, der gegen Geldeinwurf eine kleine Gruppe von Figuren animiert, die eine Exekution vollführen.

Auch der Darstellung filmischer Personifikationen des Todes wird in der Ausstellung auf den Grund gegangen. Auf einer eigens entwickelten Reliefleinwand im Stile des phantastischen Films der 1920er Jahre werden gängige Filmfiguren wie Vampir oder Frankenstein, der künstliche Mensch, projiziert und zum Leben erweckt.

Einige dieser Figuren begegnen dem Besucher in Lebensgröße, ebenso erwarten ihn eine Reihe von Filmkostümen wie Klaus Kinskis Anzug aus "Nosferatu" oder andere, etwa aus "Tod in Venedig" oder "Wenn die Gondeln Trauer tragen". Ergänzt wird dieser Bereich durch Fotos, Plakate und bewegte Bilder.

Auch abstrakte Todesdarstellungen sind im Film üblich: Der zerbrochene Spiegel, die zertretene Brille oder die unheimliche Musik. Sie sind Todesboten, ohne dass der Tod explizit ins Bild kommt. Ein "Der Gang ins Licht" führt in diesen Teil der Ausstellung, in der zahlreiche Fotostrecken und Filmausschnitte zu sehen sind. Der Spiegel, wohl das häufigste Motiv in Zusammenhang mit dem Tod im Film, nimmt einen besonderen Platz in der Ausstellung ein: Der Besucher kann eine Spiegelinstallation betreten, die seinen Körper in den verschiedensten Formen verändert wiedergibt, dazu Beispiele aus Filmen, die die Filmsprache bezüglich der zahlreichen Spiegel-Motive erklären.

Dass das Spiel mit der Angst vor Tod und Zerfall im Film häufig als Marketing-Instrument eingesetzt wird, zeigen diverse Merchandising-Objekte in der Ausstellung, vor allem zu den Filmen Quentin Tarantinos und Alfred Hitchcocks.

Als Fazit wirft die Ausstellung Die Kunst des Sterbens einen Blick in die Zukunft der Todesbilder. Der Kommissar wird in Kriminalfilmen, auch im Fernsehen, immer mehr durch den Gerichtsmediziner ersetzt. Exklusiv für die Ausstellung fertigte die Firma Leica-Geosystems, die anhand eines eigens entwickelten Scan-Gerätes Tatortaufnahmen zur Klärung von Unfällen und Verbrechen herstellt, einen kurzen Film über ein fiktives Verbrechen im Filmmuseum?

Sonderausstellung und Filmreihe im Filmmuseum
19. April bis 13. Juli 2008

Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf

Telefon 0211. 899 2232
eMail filmmuseum@stadt.duesseldorf.de
Internet www.filmmuseum-duesseldorf.de

Eintritt Sonderausstellung 4 Euro, erm. 2 Euro
Öffnungszeiten Di, Do-So 11-17 Uhr, Mi 11-21 Uhr
Montags geschlossen

 
 

 
 

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